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Anleitung

Freistehenden Handlauf montieren: Pfosten setzen, Neigung einstellen, Rohr aufsetzen

Herausgeber: HUERO Vertriebs GmbH · Zuletzt aktualisiert am 04.09.2026

Kurzer Edelstahl-Handlauf mit einem Pfosten auf der Klinkermauer neben einer gerundeten Eingangstreppe, daneben eine Blumenschale
Ein Pfosten auf der Mauerkrone trägt den kurzen Handlauf der Eingangstreppe; die Bodenplatte sitzt mit Abstand zur Kante.

Kurz gesagt

  • Ein freistehender Handlauf steht auf Edelstahlpfosten; das Rohr Ø 42,4 × 2,0 mm wird an Rohrstützen geschraubt, die erst im letzten Schritt in die Pfosten eingeklebt werden.
  • Reihenfolge nach Anleitung M-31: Fläche reinigen, Rohr anschrauben, Stützen ohne Kleber einstecken, ausrichten, Bohrlöcher markieren, Pfosten verankern, Rosetten aufsetzen, zuletzt kleben.
  • Die Mitte der Bodenplatte liegt mindestens 7 cm von der Kante des Tragwerks entfernt.
  • Bodenbefestigungsmaterial liegt dem Set nicht bei. Beispiel Beton: Bolzenanker M10 mit 10-mm-Bohrer, 85 mm Bohrlochtiefe und 45 Nm Anzugsmoment (fischer FAZ II Plus 10/10).
  • Der Untergrund muss tragfähig sein; für die Wahl des Befestigungsmittels verweist die Anleitung auf Fachpersonal oder einen Statiker.

Fehlt neben der Treppe eine Wand, wird der Handlauf auf Pfosten montiert: Die Pfosten müssen im Boden verankert werden, und das Rohr folgt der Treppenneigung über bewegliche Rohrstützen. Diese Seite beschreibt die Bodenmontage nach der Anleitung M-31 des Herausgebers und geht kurz auf die seitliche und die einbetonierte Variante ein. Die Wandmontage behandelt die Seite Treppenhandlauf montieren, den Überblick über alle Montagearten die Startseite dieses Portals.

Was unterscheidet die Bodenmontage von der Wandmontage?

Bei der Bodenmontage trägt ein Edelstahlpfosten mit Bodenplatte den Handlauf, bei der Wandmontage ein Wandträger; die Verankerung des Pfostens im Boden entscheidet deshalb über die Sicherheit des ganzen Handlaufs.

Der Herausgeber liefert freistehende Handläufe in drei Montagearten: aufgeschraubt mit Bodenplatte auf Stufe oder Podest, seitlich mit Ankerplatte an der Stirnkante des Tragwerks und einbetoniert mit Pfostenrohr im Punktfundament. Bei den Sets mit Handlaufstütze sitzt oben auf dem Pfosten eine Rohrstütze, an die das Handlaufrohr geschraubt wird; sie gleicht die Treppenneigung aus und heißt im „Do it Yourself"-Set ausdrücklich „Neigung einstellbar". Bei den Sets mit seitlichem Träger hält stattdessen ein Träger am Pfosten das Rohr. Der wichtigste Unterschied zum Wandhandlauf ist die Reihenfolge: Die Rohrstützen werden erst eingeklebt, wenn die Pfosten befestigt und ausgerichtet sind.

Rendering eines freistehenden Edelstahl-Handlaufs mit zwei Pfosten und runden Bodenplatten an einer Außentreppe vor einer Putzwand
Aufgeschraubte Montage: Zwei Pfosten mit runder Bodenplatte tragen das Rohr, das auf Rohrstützen in der Neigung der Treppe liegt.

Welches Bodenbefestigungsmaterial brauchen Sie?

Das Befestigungsmaterial für den Boden gehört nicht zum Lieferumfang, weil es vom Untergrund abhängt; die Anleitung führt es unter den selbst zu beschaffenden Dingen auf und rät, sich dabei von Fachpersonal oder einem Statiker beraten zu lassen. Ein freistehender Handlauf gehört auf Beton, Naturstein oder eine Stahlkonstruktion; auf Belägen, die selbst nur aufliegen, hat eine Bodenplatte keinen Halt.

Für eine massive Betonstufe oder ein Betonpodest sind Bolzenanker der übliche Weg. Als Beispiel die Werte aus dem Herstellerdatenblatt eines Bolzenankers M10: Bohrernenndurchmesser 10 mm, Bohrlochtiefe bei Durchsteckmontage mindestens 85 mm, Verankerungstiefe 60 mm, Anzugsdrehmoment 45 Nm, Schlüsselweite 17 mm (fischer FAZ II Plus 10/10). Das Drehmoment stellen Sie mit einem Drehmomentschlüssel ein. Passende Systeme zeigt die Seite Befestigungsmaterial für Beton, die Bauformen die Übersicht Bolzenanker des Herausgebers.

Bricht der Beton am Rand aus oder ist die Stufe hohl verlegt, tragen Bolzenanker nicht; dann bleibt ein Injektionsanker mit Ankerstange oder die seitliche Montage. Anker je Untergrund erklärt die Seite Handlauf befestigen: Welcher Dübel für welche Wand?

Wie läuft die Montage ab?

Die Anleitung M-31 nennt fünf Hauptschritte, hier in acht Handgriffe aufgeteilt. Sie brauchen eine Bohrmaschine mit Bohrer für den gewählten Anker, das Bodenbefestigungsmaterial, einen Innensechskantschlüssel, einen Filzmarker und einen Zollstock.

  1. Lieferung prüfen. Rohrstützen, Edelstahlpfosten, Linsenkopfschrauben, Handlaufrohr, Abdeckrosetten und Klebstoff mit dem Lieferumfang der Anleitung vergleichen, bevor Sie bohren.
  2. Montageort reinigen. Die Fläche unter den Bodenplatten muss frei von Staub, Moos und losen Teilen sein, damit die Platte vollflächig aufliegt.
  3. Handlaufrohr an die Rohrstützen schrauben. Rohrstützen an die vorgesehenen Positionen setzen und die Linsenkopfschrauben mit dem Innensechskantschlüssel anziehen; nur Werkzeug ohne Späne anderer Metalle verwenden, damit die Schraubköpfe nicht anrosten.
  4. Rohrstützen in die Pfosten stecken, noch nicht kleben. Der Handlauf mit den Stützen wird in die oberen Pfostenenden gesteckt; der Kleber bleibt geschlossen.
  5. Ausrichten und Randabstand prüfen. Pfosten so stellen, dass das Rohr in der gewünschten Höhe parallel zur Treppenneigung verläuft. Die Mitte jeder Bodenplatte muss laut Anleitung mindestens 7 cm von der Kante des Tragwerks entfernt sein.
  6. Bohrlöcher markieren und Handlauf abnehmen. Bohrungen der Bodenplatten mit dem Filzmarker anzeichnen, Rohrstützen samt Rohr wieder herausziehen und den Handlauf kratzfrei ablegen.
  7. Bohren und Pfosten verankern. Mit Durchmesser und Tiefe aus dem Ankerdatenblatt bohren, Bohrmehl ausblasen, Anker mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen. Danach die Abdeckrosetten über die Pfosten stülpen; sie verdecken die Verschraubung.
  8. Rohrstützen einkleben. Klebeflächen müssen frei von Öl und Fett sein; dann die Rohrstützen in die Pfosten einkleben und fixieren. Bis der Kleber trägt, bleibt der Handlauf unbelastet; die Wartezeit steht im Datenblatt des beiliegenden Klebstoffs.

Wie stellen Sie die Neigung an der Treppe ein?

Die Neigung ergibt sich aus der Treppe selbst: Stehen beide Pfosten lotrecht und liegt das Rohr an beiden Stellen gleich hoch über der Stufenvorderkante, verläuft es parallel zur Steigung; die beweglichen Rohrstützen gleichen den Winkel zwischen Pfosten und Rohr aus. Zeichnen Sie deshalb an der ersten und der letzten Stufe die gewählte Höhe senkrecht über der Vorderkante an und spannen Sie eine Schnur zwischen beiden Punkten. Die zulässige Spanne von 80 bis 115 cm und die Empfehlung von 90 cm erläutert die Seite Handlaufhöhe des Herausgebers.

Weil das Rohr schräg liegt, ist es länger als der waagerechte Pfostenabstand; messen Sie die Rohrlänge entlang der Schnur. Komplett-Sets kommen auf die bestellte Länge zugeschnitten. Beim „Do it Yourself"-Set mit Abgang lautet die Arbeitsfolge laut Herausgeber sägen, entgraten, bohren, Gewinde schneiden, stecken, kleben, schrauben; es enthält ein Gelenkstück mit 110 bis 180 Grad und Rohrstützen mit einstellbarer Neigung (Produktseite Handlauf freistehend mit Abgang). Ein Gelenkstück ist ein Rohrverbinder mit Drehachse, mit dem das Rohr am oberen Pfosten in die Waagerechte des Podests knickt.

Wer das Rohr selbst ablängt, nimmt eine für Edelstahl gekennzeichnete Trennscheibe und entgratet die Schnittkante innen und außen. Das Vorgehen beschreibt die Seite Handlauf kürzen und verbinden, die Handgriffe am Winkelschleifer die Anleitung Edelstahl schneiden beim Herausgeber.

Was ist bei Außentreppen zu beachten?

An Außentreppen entscheidet der Wasserablauf über die Lebensdauer der Befestigung. Die Bodenplatte darf nicht in einer Senke stehen, in der Regenwasser gefriert; setzen Sie sie auf den höchsten Punkt der Stufe und halten Sie den Randabstand von 7 cm ein. Edelstahl-Handläufe sind für innen und außen gedacht; in Küstennähe und an Schwimmbecken empfiehlt der Herausgeber sie nicht.

Seitliche Montage an der Stirnkante und einbetonierte Pfosten

Beide Varianten folgen dem Grundablauf der aufgeschraubten Montage und unterscheiden sich nur darin, wie der Pfosten mit dem Tragwerk verbunden wird.

Seitlich an der Stirnkante

Der Pfosten sitzt mit einer Ankerplatte an der Stirnseite der Stufe oder des Podests; die Trittfläche bleibt frei. Die Anleitung M-33 lässt die Bohrlöcher der Wandanker nach dem Ausrichten markieren und bittet, die Verschraubung der Ankerplatten vor dem Anbringen auf Festigkeit zu prüfen. Abdeckrosetten gehören bei dieser Variante nicht zum Lieferumfang.

Einbetoniert im Punktfundament

Ein Pfostenrohr von 1.500 mm Länge ersetzt den Pfosten mit Bodenplatte. Laut Anleitung M-35 schachten Sie je Pfosten ein Loch von etwa 25 bis 30 cm Durchmesser aus, füllen etwas Kies ein, damit Schwitzwasser aus dem Rohr abfließt, und betonieren das Rohr je nach gewünschter Handlaufhöhe etwa 15 bis 30 cm tief ein; ein PVC-Rohr von 20 oder 30 cm Länge als Hülse ist eine Empfehlung, keine Pflicht. Wer das Rohr kürzt, setzt die Schnittkante nach unten; die Rosetten müssen vor dem Einkleben der Rohrstützen aufgesetzt sein. Die Gesamttiefe des Fundaments gibt die Anleitung nicht vor; es sollte frostfrei gegründet sein, nach örtlicher Praxis und im Zweifel durch einen Fachbetrieb. Richten Sie das Rohr vor dem Abbinden lotrecht aus, eine Korrektur ist danach nicht mehr möglich.

MontageartVoraussetzung am BauteilBefestigungHinweis
Aufgeschraubt (Bodenplatte auf der Fläche)Massive Betonstufe, Podest oder Stahlkonstruktion; Mitte Bodenplatte mindestens 7 cm von der KanteAnker nach Untergrund, nicht im Set; Beispiel Beton: Bolzenanker M10, Bohrer 10 mm, Bohrloch 85 mm, 45 NmAbdeckrosette verdeckt die Verschraubung; Standardfall an Eingangs- und Gartentreppen
Seitlich (Ankerplatte an der Stirnkante)Frei zugängliche, massive Stirnkante der Stufe oder PlatteAnker nach Untergrund, nicht im Set; Verschraubung der Ankerplatte vorher prüfenTrittfläche bleibt frei; keine Abdeckrosetten im Lieferumfang
Einbetoniert (Pfostenrohr im Punktfundament)Erdreich oder Kiesbett neben der Treppe; Aushub etwa 25–30 cm DurchmesserRohr etwa 15–30 cm in Beton, Kies unter dem Rohr, PVC-Hülse 20 oder 30 cm empfohlenHöhe frei wählbar, Rohr kürzbar; keine Korrektur nach dem Abbinden; Rosetten vor dem Kleben aufsetzen

Häufige Fragen zur Montage eines freistehenden Handlaufs

Kann ich einen freistehenden Handlauf auf Pflaster setzen?

Nicht direkt. Pflastersteine liegen lose in Sand oder Splitt und geben einem Anker keinen Halt; die seitliche Kraft am Handlauf würde den Stein kippen. Nehmen Sie an der Pfostenposition Steine heraus und wählen Sie die einbetonierte Variante, für die die Anleitung M-35 einen Aushub von etwa 25 bis 30 cm Durchmesser und eine Einbindetiefe von etwa 15 bis 30 cm nennt. Die frostfreie Gründungstiefe klärt ein Fachbetrieb.

Wie tief müssen Anker in der Betonstufe sitzen?

So tief, wie das Datenblatt des gewählten Ankers vorgibt. Für den Bolzenanker fischer FAZ II Plus 10/10 sind das bei Durchsteckmontage mindestens 85 mm Bohrlochtiefe und 60 mm Verankerungstiefe, angezogen mit 45 Nm; der Bohrer hat 10 mm Durchmesser. Die Stufe muss so dick sein, dass diese Tiefe im massiven Beton liegt und nicht in einer Auflage. Markieren Sie die Bohrtiefe am Bohrer mit Klebeband und halten Sie 7 cm Randabstand ein.

Muss ich die Pfosten einbetonieren?

Nein, das Einbetonieren ist eine von drei Varianten. Auf einer massiven Betonstufe oder einem Podest ist die aufgeschraubte Montage mit Bodenplatte und Bolzenanker der übliche Weg; soll die Trittfläche frei bleiben, kommt die seitliche Montage an der Stirnkante in Frage. Einbetonieren wählen Sie, wenn neben der Treppe nur Erdreich oder Kies liegt. Für alle drei gilt: tragfähiger Untergrund, passendes Befestigungsmaterial, im Zweifel Rat vom Statiker.

Kann ich einen freistehenden Handlauf später verlängern?

Grundsätzlich ja, weil die Rohre gesteckt und geklebt sind. Sie setzen einen weiteren Pfosten in derselben Flucht, entfernen die Endkappe und verbinden das neue Rohr mit einem Rohrverbinder oder, bei einem Knick zum Podest, mit einem Gelenkstück; Rohre in Rasterlängen und Verbinder führt der Herausgeber einzeln. Das Ablängen und Kleben erklärt die Seite Handlauf kürzen und verbinden. Klären Sie vorher, ob die eingepresste Endkappe Ihres Sets herausnehmbar ist.

Quellen (Webseiten und PDF-Anleitungen abgerufen am 04.09.2026)

  1. Herausgeber (huero.de), Montageanleitung M-31 „aufgeschraubte Montage": Lieferumfang, Rohr Ø 42,4 × 2,0 mm, Bodenbefestigung nicht enthalten, Statiker-Hinweis, Schrittfolge, Mindestabstand 7 cm – PDF M-31
  2. Montageanleitung M-33 „seitliche Montage": Wandankerplatten, Verschraubung vor der Montage prüfen – PDF M-33
  3. Montageanleitung M-35 „betoniert": Pfostenrohr 1.500 mm, Aushub ca. 25–30 cm, Einbindetiefe ca. 15–30 cm, Kies, PVC-Rohr 20 oder 30 cm, Rosetten vor dem Kleben – PDF M-35
  4. Bolzenanker fischer FAZ II Plus 10/10: Bohrer 10 mm, Mindestbohrlochtiefe 85 mm, Verankerungstiefe 60 mm, Drehmoment 45 Nm, Schlüsselweite 17 mm – fischer.de, abgerufen 04.09.2026
  5. Herausgeber (huero.de): Montagearten, Handlaufstütze oder seitlicher Träger, Längen – Handlauf Edelstahl freistehend; „Do it Yourself"-Set (Gelenkstück 110–180°, Rohrstützen „Neigung einstellbar", Arbeitsfolge) – Handlauf freistehend mit Abgang; Handlaufhöhe 80–115 cm und Empfehlung 90 cm – Handlaufhöhe; Küstennähe und Schwimmbecken nicht empfohlen – Handlauf